Clicker Training für und mit Katzen

Katze_clickertraining

Da ich es selbst noch nicht ausprobiert habe habe ich euch einen interessanten Artikel von Daniela Wernig herausgesucht in dem sie sehr gut erklärt wie das Clickertraining mit Katzen funktioniert. Das muss ich auch gleich mal probieren, ich werde euch auf dem Laufendem halten wie sich Five und Maddi dabei anstellen. =)

Passendes Zubehör und Clicker gibt es günstig bei Zooplus, Fressnapf, oder dem Zoohändler eures Vertrauens.

Viel Spaß beim Clickertraining!

Dein fürdieKatz Team


Katzen sind nicht erziehbar? Stimmt nur teilweise. Meine kleinen Monster mussten sich von klein auf an bestimmte Regeln halten – und befolgen diese auch (außer sie wollen mich ärgern). Aber darüber hinaus kann man ihnen auch noch weitaus mehr beibringen. Natürlich geht das nicht so einfach wie bei einem Hund – aber mithilfe des Clickers lassen sich einige Tricks trainieren. Zwar ist die Konzentration nicht so lange zu halten, wie bei einem Hund – aber gerade mein kleines schwarzes Teufelchen Aisha hat einen riesen Spaß beim Clickern, und stellt sich auch richtig gut an.

Verschiedene Tricks

Da ich mittlerweile auch hier für die Ausprobieren-Methode bin, heißt es auch beim Training mit Katzen bei mir: Abwarten. Ich überlege mir, was ich mit meiner Katze üben möchte und warte so lange, bis sie einen Schritt in Richtung des gewünschten Verhaltens macht und forme so nach und nach die komplette Aufgabe. Um die Nerven etwas zu schonen versuche ich bei einigen Übungen allerdings mit dem Leckerli erst noch der Katze den Bewegungsablauf verständlich zu machen.

Hat man viel Geduld, lassen sich auch einer Katze Übungen wie Sitz, Männchen, Gib-mir-5 und ähnliche Tricks beibringen.

Sitz:

Um der Katze den Bewegungsablauf zu zeigen, nehme ich ein Leckerli zwischen die Finger und führe es langsam über den Kopf der Katze nach hinten ? sobald sie mit dem Hinterteil nach unten geht (oder sich sogar schon hinsetzt) gibt es das Leckerli. Klappt der Bewegungsablauf zuverlässig, gehe ich zum freien Formen über – d.h. abwarten, bis der Hintern ein Stück nach unten geht – Click und Leckerli. Beim nächsten Mal ein bisschen weiter – Click und Leckerli. Bis die Katze sich zuverlässig hinsetzt. Dann wird das Kommando eingeführt – jedes Mal kurz bevor sich die Katze hinsetzt. Setzt sie sich ohne Kommando hin, gibt es einfach keinen Click. Dabei gilt auch bei Katzen: die Chance geben, anfangs öfter das Richtige tun zu können (Kommando – Katze setzt sich – Click), als einen Fehler zu machen (kein Kommando – Katze setzt sich trotzdem – kein Click), damit sie nicht aus Verzweiflung aufhört mitzuarbeiten.

Männchen:

Das klappt meistens recht einfach, wenn man mit Leckerli in der Hand bewaffnet auf einem Stuhl sitzt und die Katze auf dem Boden. Wartet man lange genug ab, will sie bestimmt an das Leckerli – und setzt sich auf die Hinterfüße um die Pfoten auszustrecken – Click und Leckerli. Und das gleiche noch mal. Wichtig ist aber, die Katze nicht mit dem Leckerli zu locken, sondern wirklich einfach abzuwarten. Bald hat die Katze herausgefunden, wie sie einen dazu bringt das Leckerli raus zu rücken und es braucht gar kein Leckerli mehr in der Hand.

Klappt dieser Weg nicht, dann den Bewegungsablauf doch erst mit Hilfe eines Leckerlis zeigen – und danach zum freien Formen übergehen.

Gib-mir-5:

Hier ist es am Einfachsten, wenn die Katze Sitz schon beherrscht. Dann heißt es wieder abwarten. Meist entlastet die Katze recht schnell kurz eine der Vorderpfoten – Click und Leckerli. Klappt das Pfote entlasten gut, wieder abwarten. Beim nächsten Mal hebt sie die Pfote vielleicht etwas hoch – Click und Leckerli. Und so jedes Mal ein kleines Stück höher. Hebt die Katze jetzt die Pfote schon ein ganzes Stück an, kommt die eigene Hand mit dazu. Die Handfläche zeigt zur Katze und ist ungefähr auf Höhe deren Kopfes. Jetzt lässt sich nur noch ein Click verdienen, wenn die Pfote in die Nähe der Hand kommt. Und dieses Verhalten wieder so lange formen, bis die Pfote die Handfläche berührt.

Dieser Trick ist nicht ganz einfach beizubringen und erfordert viel Geduld und mehrere Trainingseinheiten – und eignet sich fast nur für schon etwas Clicker geübte Katze, da sie sonst zu schnell die Lust verlieren. Denn es kann schon passieren, das es länger dauert, bis wieder ein neuer Click zu verdienen ist – und mit der Ausdauer haben es die Katzen da nicht so.

Man hat mir erzählt, dass man einer Katze sogar Platz beibringen kann – aber meine Zwei versuchen mich da immer noch des Gegenteils zu belehren. Auch mein Versuch ihnen beizubringen über mein Bein zu springen ist bislang kläglich gescheitert – aber vielleicht liegt das ja auch an meinen Katzen?!

Tipps

Geduld: Bei Katzen braucht man wesentlich mehr Geduld und muss den Trick in sehr viele kleine Einzelschritte zerlegen. Um eine komplette Aufgabe zu erfüllen benötigt man bei einer Katze sicher einige Trainingssequenzen mehr, als bei einem Hund. Und: Viele Katzen müssen sich nach jedem Leckerli erst einmal kurz Putzen… puh, sehr mühsam :) .

Ein Erfolg am Ende: Am Besten hört man mit einer Trainingssequenz auf, wenn man einen richtigen Erfolg erzielt hat – vielleicht den auch mit einem Jackpot belohnt – das weckt sogar bei einer Katze beim nächsten Mal den Ehrgeiz mehr zu erreichen. Steckt man innerhalb der Trainingseinheit einmal fest, unbedingt noch einmal ein erreichbares Ziel festlegen, und dann mit einem Erfolg aufhören – niemals mit einem Misserfolg beenden. Das erschwert zum einen den Start in der nächsten Trainingssequenz sehr und zum anderen verdirbt es den Spaß beim nächsten Mal wieder dort weiter zu machen. Und gerade eine Katze verlässt sehr schnell die Motivation!

Jackpot: Um das Training etwas lustiger zu gestalten, hat es sich bewährt als Jackpot die Katze hinter dem Leckerli her sausen zu lassen, das man ihr quer über den Boden schussert – das kommt bei den meisten Katzen wesentlich besser an, als mehrere Leckerlis.

Kommando: Bei Katzen eignen sich Sichtzeichen wesentlich besser, als stimmliche Kommandos.


Bild: aquatop-aachen.de



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