Katze verzweifelt gesucht – Tipps für die Suche

Katze_entlaufen

Aus aktuellem Anlass habe ich einen sehr hilfreichen Artikel vom Dortmunder Katzenschutzverein e.V.  herausgesucht, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Allerwichtigste Regel:
Um im Fall der Fälle die Katze schnell wiederfinden zu können und auch als Ihre ausweisen zu können, sollten Sie Ihr Tier durch Chip UND Tätowierung kennzeichnen und bei den entsprechenden Stellen (z.B. Tasso) registrieren lassen. Warum Chip und Tätowierung? Der Chip hält lebenslang und ermöglicht eine eindeutige Identifizierung Ihrer Katze, selbst wenn die Tätowierung mit den Jahren nicht mehr so gut lesbar ist. Die Tätowierung ist von außen zwar nicht immer zu entziffern, aber doch zu sehen und kennzeichnet Ihre Katze als Besitzertier, das irgendwo vermisst wird. Fotografieren Sie Ihre Katze einmal in einer typischen Ansicht, bei der die Fellzeichnung gut sichtbar ist, falls Sie je ein Suchplakat herstellen müssen!

Schnell handeln:
Wenn Sie Ihre Katze vermissen, ist vor allem schnelles Handeln gefragt. Ihre Katze kann in einer Notsituation sein, aus der sie alleine nicht herauskommt. Auch erinnern sich die Menschen, die Ihre Katze gesehen haben könnten, vielleicht nicht lange daran. Erkundigen Sie sich in der Umgebung so schnell wie möglich und hängen Sie am Folgetag Suchzettel auf, so lange die Erinnerung noch frisch ist.

Bitte bedenken Sie:
Eine “Draußen” Katze, also eine die fast immer draußen ist, kann mit Ihnen ins Haus schlüpfen und sich drinnen verstecken.
Eine “Drinnen” Katze, also eine die nur in der Wohnung wohnt, kann unbemerkt mit Ihnen aus dem Haus schleichen oder durch ein Fenster o.ä. entwischen.
Wenn die Katze so in eine ihr unbekannte Umgebung gerät, wird sie sich verstecken und nur mit Mühe zu finden sein.
Suchen Sie auf jeden Fall nochmals die Wohnung ab, schalten Sie vorher möglichst alle störenden Geräusche aus. Durchsuchen Sie jeden kleinen Winkel (unter/hinter Schränken, im Sofa etc.), auch wenn Sie nicht glauben, dass Ihre Katze da hinein passen würde. Durchsuchen Sie auch vor allem alle Räume (Dachboden, Keller, Geräteschuppen, Garage etc.), auch wenn Ihre Katze dort eigentlich nie hingeht. Vielleicht ist sie mit Ihnen unbemerkt eingedrungen.

Andere Menschen um Hilfe bitten:
Erkundigen Sie sich schnellstmöglich bei den Mitbewohnern Ihres Hauses und Ihren Nachbarn und bitten Sie diese, auf jeden Fall auch in Kellern, Garagen etc. nachzuschauen. Vielleicht ist sie unbemerkt mit in die Wohnung, den Keller oder das Gartenhaus geschlüpft und wartet nur darauf, dass sich die Tür bald wieder öffnet.

Suchen Sie in der näheren Umgebung. Vor allem kastrierte Katzen bewegen sich in der Stadt meist in einem Umkreis von unter 500 Metern, selten bis zu 1 km um ihr Heim. Rufen Sie Ihre Katze innerhalb dieses Bereiches, sprechen Sie mit Menschen, die dort leben oder arbeiten, vor allem auch mit Schulkindern, die in Ihrer Nähe vorbeikommen (denken Sie auch daran, hier Suchzettel zu verteilen). Machen Sie zusätzlich zum Rufen Geräusche, die Ihre Katze kennt, (z.B. das klappern mit ihrem Futternapf oder der Trockenfuttertüte) und wiederholen Sie diese Suche auf jeden Fall auch nachts, wenn es leiser ist (Katzen sind nachtaktive Tiere!). Sehen Sie bei Ihrer Suche nach unten (z.B in vergitterte Lichtschächte von Kellern) und nach oben auf die Bäume, vielleicht traut sich Ihre Katze einfach nicht mehr herunter.
Falls Sie Ihre Katze gefunden haben, diese aber nicht einfangen können, weil sie zu scheu ist, können Sie sich meist beim Katzenschutzverein, beim Tierschutzverein, beim Tierheim oder einem Tierarzt eine Falle ausleihen.

Plakate aufhängen:
Hängen Sie schnellstmöglich in einem Umkreis von bis zu 1,5 km Suchzettel (siehe Beispiel) an Bäume oder Laternenpfähle (evt. laminiert oder in einer Folie, es tut auch Küchenfolie, die straff über das Papier gezogen wird, damit der nächste Regen nicht alles wegspült) und werfen Sie diese ruhig auch in einige Briefkästen. Hängen Sie diese Zettel auch nach wenigen Tagen in das Tierheim und an die schwarzen Bretter von Tierärzten und Futterhandlungen. Melden Sie den Verlust des Tieres im Tierheim, bei Tierärzten, beim Tierschutz- bzw. Katzenschutzverein und bei Tasso e.V. o.ä., damit es schnell zu Ihnen zurückkommt, wenn es irgendwo zuläuft. Außerdem halten viele Menschen die Augen nach Ihrer Katze auf, wenn sie wissen, dass ein Tier vermisst wird.
Suchanzeigen können auch im Internet und bei Ihren örtlichen Zeitungen geschaltet werden.

Und, so schwer es Ihnen fällt: erkundigen Sie sich auf jeden Fall auch bei der Stelle, die für die Straßenreinigung in Ihrer Stadt zuständig ist, ob eine tote Katze gefunden wurde.

Lassen Sie den Suchzettel auf jeden Fall vier Wochen hängen (oder so lange, bis Ihre Katze wieder zu Hause ist) und erneuern Sie diese im Bedarfsfall.

Quelle: katzenschutz-dortmund.de

Bild: lindermanns-tierwelt.de



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