Wichtig: Ein sauberer Napf für die Katze

Katzen_Futternapf

Verschmäht eine Katze plötzlich ihr Futter, liegt es vielleicht am Napf. Dabei stört sich die Samtpfote weniger am Blümchendekor oder dem Material, aus dem die Schale besteht. Viel eher können Reste vom Trockenfutter, die in der Wasserschale rumschwimmen oder verkrustete Näpfe den Hunger dämpfen. Halter sollten deshalb den Futternapf ihres Stubentigers jeden Tag gründlich mit Wasser ausspülen.

Richtiges Füttern fängt beim Fressnapf an. Sind die Schälchen nicht sauber, wird die Katze schnell einen Bogen darum machen. „Verdreckte, übel riechende Futternäpfe können Katzen mit ihrem feinen Geruchssinn den Appetit verderben und sogar zu Krankheiten führen“, warnt die Tierärztin Christine Esch, die für die Tierrechtsorganisation PETA im baden-württembergischen Gerlingen arbeitet. Wer einen tierischen Mitbewohner aufnehmen möchte, sollte sich daher schon vorher gründlich über dessen Bedürfnisse informieren, so die Expertin.

Doch nicht nur für Katzen spielt die Hygiene im näheren Umfeld eine große Rolle. „Prinzipiell sollten Tiere in einer sauberen Umgebung leben“, sagt Elke Deininger von der Akademie für Tierschutz in München. Das sei vor allem wichtig, um Krankheiten zu vermeiden. So bedeute ein dreckiges Zuhause jede Menge Stress für ein Tier und schwäche damit sein Immunsystem.

Grundsätzlich sollten die Näpfe vor jedem Befüllen gereinigt werden, sagt Christine Esch. In angetrockneten Resten von Nassfutter können sich sonst Bakterien vermehren oder Fliegen ihre Eier legen. „Angetrocknete Nassfutterportionen schmecken Katzen sowieso nicht mehr“, so Esch. Gerade im Sommer sei Hygiene wichtig, da sich bei warmen Temperaturen Bakterien besonders schnell vermehren. Wer die Näpfe in der Spülmaschine reinigen möchte, könne sich einen zweiten Satz zulegen und die Näpfe abwechselnd benutzen, rät die Veterinärin.

Elke Deininger empfiehlt, sie einfach mit klarem Wasser auszuwaschen. Im Handel erhältliches Geschirrspülmittel sei zwar für die Tiere nicht schädlich, jedoch könnten sich Katzen mit empfindlicher Nase daran stören.

Leben mehrere Katzen im Haushalt, sollte jede ihren eigenen Fressnapf und einen separaten Wassernapf haben. Der perfekte Napf ist leicht zu reinigen und dank Gummistoppern am Boden schwer zu verschieben. Christine Esch rät von Näpfen in bunten Farben ab, wie sie im Zoohandel oft angeboten werden, ab. „Die Plastikgefäße enthalten oft chemische Weichmacher, die sich mit der Zeit lösen und von der Katze beim Fressen aufgenommen werden können“, so Esch. Das könne die Tiere krankmachen.

Wichtig ist ein glattes Material, da poröse Oberflächen schwieriger zu reinigen sind. „Keramik sollte gut lasiert sein, damit sich in den Poren keine Bakterienkulturen einnisten können“, sagt Julia Stüeken, Sprecherin einer Fachmarktkette für Heimtierbedarf in Krefeld. Emaille und Porzellan seien zwar hygienisch, aber nur bis zu dem Moment, an dem die empfindliche Glasur absplittert.

Für Katzenhalter, die nicht immer pünktlich zu den Mahlzeiten ihres Tieres zu Hause sein können, hat der Handel Futterautomaten im Angebot. Einfache Versionen lassen immer nur so viel Futter nachrieseln, wie entnommen wurde. Bei Modellen mit Timer können Tierbesitzer sogar genau einstellen, wann sich der Deckel öffnen soll und die Katze fressen kann. Bei automatischen Näpfen werde die Nahrung sauber verwahrt und mit Kühlakkus frisch gehalten, erklärt Julia Stüeken. Eine abwaschbare Unterlage für die Fressnäpfe fängt verkleckerte Reste schnell auf und lässt sich leicht reinigen.

Bei der Größe der Fressschalen komme es auf die Größe und Rasse der Katze an, weiß die Expertin. „Katzen mit flacher Nase brauchen eine flache Schale, damit sie beim Fressen nicht so tief tauchen müssen und das Futter so nicht neben dem Napf landet.“ Auch Samtpfoten mit besonders langen Schnurrhaaren freuen sich über einen flachen Napf. „Wenn die Tasthaare dauernd anecken, werden sie es bald vorziehen, die Mahlzeit neben der Schale einzunehmen.“

Appetitlosigkeit kann ernste Gründe haben

Katzen sind sehr reinliche Tiere, die sich oft stundenlang ausgiebig putzen. Außerdem gelten die Stubentiger als wählerische Esser. Dass es ihnen hin und wieder mal nicht schmeckt, ist daher normal. „Sollte das Tier aber länger als einen Tag sein Futter nicht anrühren oder weniger fressen als sonst, sollte ein Tierarzt um Rat gefragt werden“, sagt Tierärztin Christine Esch. So könnten kranke Zähne oder Nieren Gründe für den fehlenden Appetit sein.

Quelle: relevant.at

Bild: art-jardin.eshop



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